Die Geschichte...


50 Jahre PORZELLAN KONRAD

Porzellan Konrad ist ein Soltauer Familienbetrieb, das steht fest. Und das bereits seit über 60 Jahren!
Doch wie begann alles?

Angefangen hat alles im Jahr 1947:
Albert Konrad ist aus der französischen Gefangenschaft zurück gekehrt und hat zunächst Kontakt zur Familie gesucht. Auch auf dem Lande herrschte nach Kriegsende große Armut. Es fehlte an Lebensmitteln und natürlich auch an Gebrauchsgegenständen.

Um seine Familie ernähren zu können, begann die Suche nach einer Tätigkeit. Albert Konrad war sehr Ideenreich und ein  Improvisationstalent. Aus mit Zink ausgeschlagenen Munitionskisten, die nach dem Krieg auch in Soltau zuhauf verfügbar waren, nahm er das Metall heraus und lieferte es an die Metall- verarbeitende Industrie in Westfalen. Dort wurde das Zink zu Wannen & Eimern verarbeitet, mit denen Konrad dann handelte.

Das war der Grundstein für sein erstes kleines Geschäft, das er 1947 in der Lüneburger Straße eröffnete. Die 30 m² waren reich mit Kochtöpfen, Zinkwannen, Eimern und Emailleschüsseln bestückt. Viele Artikel gab es nur auf Bezugsschein.

Nach kurzer Zeit stieg die Nachfrage und das Geschäft wurde zu klein. Ein Umzug im Jahr 1949 und eine Erweiterung auf 80 m² war notwendig. Das Geschäft wurde in einem ehemaligen Pferdestall in der Kirchstraße eingerichtet.

Inzwischen konnte Albert Konrad die Arbeit nicht mehr allein bewältigen. Die ersten Mitarbeiter wurden eingestellt. Mittlerweile wurde auch Porzellan verkauft. Er fand in der ehemaligen Gaststätte und Brennerei "Dransfeld Ecke" genügend Platz. Das Haus war im Krieg Bombardiert und entstand 1954 neu. 1956 entstanden dort noch modernere Ladenräume.

Hersteller wie Rosenthal und Hutschenreuther waren mittlerweile gefragte Artikel. Die Kunden haben wieder Kaufkraft bewiesen und fanden bei Albert Konrad, was gern gekauft und gebraucht wurde.

Für die nun gut 160 m² besuchte er Messen und nahm immer mehr Hersteller in sein Programm auf. Der Laden hatte Fachgeschäft Charakter.  Für einen Nachfolger hatte Albert Konrad auch gesorgt. Seine Tochter Nelly arbeitete auch mit. Sie heiratete 1960 Manfred Begemann; auch er beteiligte sich sodann.

Mit den Jahren stiegen die Ansprüche der Kunden. Sie verlangten eine größere Auswahl und mehr Beständigkeit. Das Geschäft wurde abermals auf 240 m² vergrößert.

Doch auch der Platz wurde mit der Zeit zu eng. Ein letztes Mal zog der Familienbetrieb um. 1974 eröffnete PORZELLAN KONRAD an seinen heutigen Sitz in der Marktstraße 31-33. Die Geschäftsleitung hatte Manfred Begemann inzwischen von Albert Konrad übernommen. Im laufe der Jahre wurde der Betrieb ständig ausgebaut und ergänzt. Mehr Personal war die folge.

Das Sortiment wurde zum Beispiel auch für junge Kunden erweitert. Um die klassischen Bereiche vergrößern zu können, wurde 1987 die Geschenk-Boutique "Drum & Dran" -   ebenfalls in der Marktstraße eröffnet. Die jungen Kunden bekamen eine neue Adresse für witzige & ausgefallene Geschenkartikel, wie Uli-Stein- Tassen und bedruckte T-Shirts.

Um alles unter einem Dach zu haben, wurde Drum & Dran 2004 in das Fachgeschäft  implantiert. Die Umbauarbeiten wurden zum größten Teil von Soltauer Firmen ausgeführt.

Das Hauptgeschäft in der Marktstraße bietet heute auf 600 m² nahezu alles, was es in der Branche gibt.

Das Fachgeschäft führt jetzt Andreas Begemann. Auch er hat bereits für die nächste Generation für PORZELLAN KONRAD gesorgt. Philipp könnte .......aber das steht in den Sternen.